11. August 2009, 00:05 Uhr

«Ich geriet regelrecht in Panik»


Noriko Sakai, ein japanisches Popsternchen mit Sauberimage, wurde diesen Samstag wegen Besitz von illegalen Amphetaminen verhaftet (Newsbento berichtete). Nun gestand sie der Polizei, dass sie die Stimulans bereits seit letztem Sommer konsumiere, nachdem ihr Mann, Yuichi Takaso, sie dazu ermuntert habe. Takaso hat dies mittlerweile auch selbst zugegeben. Bei der Stimulans handelt es sich wahrscheinlich um die Partydroge Speed.

Sakai gestand weiter, dass sie nach der Verhaftung ihres Mannes in Tokio und in der Yamanashi-Präfektur untergetaucht sei. In ihrer Wohnung fand man einen winzigen Anteil von 0,008 Gramm des Amphetamins. Obwohl sie gleich nach ihrer Verhaftung zweideutige Aussagen von sich gab, gestand sie schliesslich ihr Vergehen. Trotzdem hat ein Urintest keine Spuren von Drogen finden können. 42 konfiszierte Inhalierröhrchen weisen jedoch auf eine regelmässige Konsumation hin.

Zu ihrem mysteriösen Verschwinden sagte sie gegenüber der Polizei: «Ich war überrascht, als man öffentlich nach mir zu suchen begann. Ab diesem Zeitpunkt verfolgte ich regelmässig die Nachrichten am Fernsehen. Ich geriet regelrecht in Panik und wusste nicht wie reagieren. Nach der Ausstellung des Haftbefehls sprach ich mit meinem Anwalt und entschied, mich freiwillig zu stellen.» Laut Anordnung des Gerichts bleibt Noriko Sakai noch bis zum 19. August in Untersuchungshaft.

Musikverlag zieht Entlassung in Erwägung

Nachdem zahlreiche Werbeverträge auf Eis gelegt worden sind, hat ihr Agentur Sun Music Productions ebenfalls mit Konsequenzen gedroht: «Wir verfolgen die laufenden Untersuchungen. Sollte man sie schuldig sprechen, müssten wir wohl eine Entlassung in Erwägung ziehen», sagte Präsident Masahisa Aizawa. Die 38-jährige Noriko Sakai ist seit 24 Jahren bei ihrem Sun Music unter Vertrag. Als 14-Jährige begann sie unter dem Künstlernamen «Nori-P» ihre Gesangskarriere und pflegte bis heute das Image der sauberen, seriösen Frau und guten Mutter.

Trotzdem scheint Präsident Aizawa den Glauben an Sakai nicht endgültig verloren zu haben: «Der Skandal bedeutet noch lange nicht, dass ihr Leben damit vorbei ist. Auch wenn sie sich vom Showbusiness zurückziehen sollte, als Privatperson und Mutter kann sie ein neues Leben anfangen. Zumindest da möchten wir ihr beistehen und helfen.»

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