Adieu, geliebtes Badehaus

Badegenuss im alten Badehaus: Masahiro Motoki (links) im Film «Departures».
Ein heruntergekommenes, öffentliches Badehaus in Tsuruoka in der Präfektur Yamagata hat in den letzten Monaten zahlreiche Touristen angezogen, nachdem es in mehreren Szenen für den japanischen Film «Departures» (jp. Okuribito) verwendet wurde. «Departures» hat den diesjährigen Oscar für den besten ausländischen Beitrag erhalten.
Laut einem Bericht der Mainichi Shimbun muss die Besitzerfamilie Mitani das Badehaus «Tsurunoyu» aus dem Jahr 1941 nun endgültig schliessen. «Wir haben schon lange über eine Schliessung nachgedacht. Die Heizöfen sind schon so alt», sagt die 67-jährige Kyoko Mitani.
Der Film «Departures» von Regisseur Yojiro Takita handelt von einem professionellen Cellisten, dessen Orchester aufgelöst wird. Auf der Suche nach einer neuen Arbeit findet er in seiner Heimatstadt den ungewöhnlichen Beruf des «Verabschieders», einer Art Leichenbestatter, der die Toten rituell für die Bestattung vorbereitet. Der tabuisierte Beruf bringt ihn schliesslich in Konflikt mit seiner Frau.
Letzte Hoffnung
Noch strömen die Touristen und die langjährigen Badekunden ins «Tsurunoyu», das voraussichtlich Ende Monat seine Pforten schliessen wird. Einige Filmfans aus der Gegend haben aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Badehaus noch irgendwie retten zu können.
Der Film «Departures» wird diesen Herbst in die Kinos kommen.
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