Clinton erfolgreich: Nordkorea lässt Journalistinnen frei
Der Besuch Bill Clintons in Nordkorea (Newsbento berichtete) führte zu einem Erfolg. Der amerikanische Ex-Präsident traf Kim Jong-il zu einem Gespräch, in dessen Verlauf sie einen breiten Fächer von Themen diskutierten. Der nordkoreanische Diktator erklärte sich bereit, die beiden seit März in Nordkorea inhaftierten amerikanischen Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee freizulassen. Der amerikanische Fernsehsender ABC berichtet, Clinton habe die beiden Journalistinnen bereits getroffen und kehre morgen möglicherweise mit ihnen gemeinsam in die USA zurück.

Das Warten ist vorbei: Demonstranten verlangen die Freilassung von Laura Ling und Euna Lee in San Fransisco. (flickr/velobry)
Clinton war in privater Mission und ohne staatliche Begleitung nach Pjongjang gereist. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, er habe eine mündliche Botschaft des amerikanischen Präsidenten Barack Obama überbracht. Ein Sprecher des Weissen Hauses in Washington dementierte diese Meldung.
«Es scheint als ob die Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA die 8 Jahre der Regierung Bush und die anfängliche Verwirrung der Regierung Obama hinter sich lassen können und Kurs Richtung einer Problemlösung à la Bill Clinton nehmen» sagte Baik Hak-soon, wissenschaftlicher Assistent am Sejong-Institut in Seoul gegenüber der südkoreanischen Zeitung Korea Herald. Bill Clintons Regierung hatte in den 90er Jahren in mühsamen Verhandlungen mit Nordkorea in der Nuklearfrage eine Einigung erziehlt, diese wurde jedoch nie umgesetzt und unter seinem Nachfolger George W. Bush verhärteten sich die Fronten wieder. Bill Clintons Überraschungscoup ist somit als ein deutliches Zeichen der Verhandungsbereitschaft beider Seiten zu verstehen.
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