Erster Schweinegrippe-Todesfall

Shopping mit der Maske: In Japan ein gängiges Bild. (flickr/ takadanobaba)
In der Stadt Ginowan in der Präfektur Okinawa ist am 15. August ein 57-Jähriger an der Schweinegrippe gestorben. Es ist der erste Todesfall eines Infizierten in Japan. Dem Patienten wurde schon drei Tage zuvor während einer Dialyse Schweinegrippe diagnostiziert und Tamiflu verabreicht. Das Medikament hat jedoch keine Wirkung gezeigt. Der Verstorbene gehörte zu einer sogenannten Risikogruppe, da er an chronischem Nierenversagen litt und sich regelmässig einer künstlichen Dialyse unterziehen musste. Er hatte auch schon einen Herzinfarkt. Wo genau er sich infiziert hat, bleibt unklar.
In Japan ist die Schweinegrippe zum ersten Mal am 9. Mai 2009 aufgetaucht. Dazumal wurden drei japanische Schüler, die in Kanada auf einer Forschungsreise waren, infiziert. Bis zum 24. Juli sind nach offiziellen Angaben 4’986 Menschen in Japan infiziert worden. Das Gesundheitsministerium rechnet durch die zunehmende Verbreitung des Virus mit weiteren Todesfällen in den kommenden Wochen und Monaten.
Eine weltweite Pandemie
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist das Virus bereits in über 170 Ländern aufgetaucht. Bisher wurden 177’457 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. 1’462 Personen sind an der Krankheit gestorben. Da aber viele Länder aufgehört haben Verdachtsfälle auf den Schweinegrippe-Virus zu testen, muss man annehmen, dass die Zahl der bislang Infizierten noch viel höher ist.
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