29. August 2009, 00:05 Uhr

Essen ohne fett zu werden

bierbauch

Es gibt neue Hoffnung für die Bierbäuche dieser Welt. (flickr/ tgraham)

Biochemiker der Universität Kyoto haben einen chemischen Stoff entdeckt, der die Produktion von Fettzellen unterdrückt. Bei einem Tierversuch an einer fettleibigen Maus konnte mit der Injektion dieses chemischen Stoffes während vier Wochen ein weiterer Anstieg des Körpergewichts und des Blutzuckerspiegels in Zaum gehalten und die Zunahme des Fettgehalts in der Leber verhindert werden. Die Maus hat ihren Appetit dabei nicht verloren.

Die Forscher sind zuversichtlich, dass sie dank dieses Stoffe, dem sie den Namen «Fatostatin» gegeben haben, Medikamente gegen Diabetes und Fettleibigkeit entwickeln können. Die überraschende Entdeckung wurde in einem amerikanischen Forschungsmagazin publiziert.

Vergleichsmaus wurde fett

Im gleichen Zeitraum wurde einer weiteren Maus, der man keine Injektion des neuartigen Stoffes verabreichte, das gleiche Futter gegeben. Diese hatte im Vergleich zur Versuchsmaus nach vier Wochen 12 Prozent mehr Fettanteil und einen 70 Prozent höheren Blutzuckerspiegel. Zudem wies sie am Ende des Versuches eine fettige Leber auf.

Die Forscher beschreiben «Fatostatin»  als eine chemische Verbindung, welche die Verwandlung von Zucker zu Fett in den Zellen regelrecht verhindern kann. Nun wollen die Forscher herausfinden, ob «Fatostatin» auch eine Wirkung entfalten kann, nachdem die Fettzellen bereits entstanden sind.

Die Kyoto Universität hat den Stoff in Partnerschaft mit der texanischen Baylor Universität und der renommmierten Tokio Universität entdeckt.

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