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    Yakuza im Sumo-Publikum

    Sumo

    Sumokämpfer vor einem Match in Nagoya. (flickr/Raul G / Satanin)

    Laut der Sondereinheit gegen die organisierte Kriminalität der Präfektur Aichi haben mehrere Yakuza-Bosse ein Sumo-Turnier in Nagoya von Sponsorenplätzen aus verfolgt. Die Plätze werden jeweils für 6 Jahre an Firmen, Einzelpersonen und Unterstützungsgruppen einzelner Sumo-Ställe vergeben, welche mindestens 1,3 Mio. Yen (ca. 9500 Euro) an den Sumoverband spendeten.

    Der Boss und mehrere ranghohe Mitglieder einer zur Organisation namens Kodokai gehörenden Bande sind an mehreren Tagen an dem Turnier gesehen worden. Kodokai hat etwa 4000 Mitglieder und gehört zum Yamaguchi-gumi, der grössten Yakuza-Familie Japans. Auch in vergangenen Jahren hätten sich Mitglieder von Yakuza-Banden bei dem Sumo-Turnier in Nagoya unter den Zuschauern befunden, berichtet die Mainichi Shimbun.

    Unverkäufliche Sponsorenplätze

    Die Sponsorenplätze sind unverkäuflich, doch werden sie von Sponsoren wie Firmen oder Restaurants zur Beziehungspflege verwendet. Der Sumoverband kontrolliert nicht, wer auf den Spnsorenplätzen sitzt. Es ist wahrscheinlich, dass ein Sponsor die Plätze an die Yakuza weitergereicht hat.

    Hideaki Aihara, Manager am nationalen Zentrum für die Bekämpfung der Yakuza, empörte sich über die Praxis. «Wir können die Yakuza-Banden nur loswerden, wenn wir auf alle Begünstigungen und Geschäfte mit ihnen verzichten».

    Der Sumoverband zeigte sich zurückhaltend. «Bei uns sind keine Beschwerden eingegangen und es wurden auch keine Probleme mit Yakuza unter den Zuschauern von Sumo-Matches gemeldet. Da wir die Tatsache, dass sie die Kämpfe gesehen haben, nicht bestätigen konnten, haben wir auch nicht vor, die Angelegenheit zu untersuchen», sagte ein Sprecher des Sumoverbandes.


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