«No English»

Illustration aus einem japanischen Englisch-Lehrbuch. (flickr/Mullenkedheim)
Das Geschäft mit Sprachen ist in Japan im Fiskaljahr 2008 zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Gemäss einem Bericht des Yano Research Institute in Tokio ging der Umsatz von sprach-bezogenen Produkten und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 767,2 Milliarden Yen (5,74 Milliarden Euro) zurück. Sprachschulen für Englisch, welche einen Grossteil dieses Sprachmarkts ausmachen, erklären den Rückgang mit der Wirtschaftskrise und den Nachwehen des Konkurses von Japans grösster Sprachschule NOVA im Oktober 2007.
Rückgang fast durchs Band
Schulen für Fremdsprachen verzeichneten einen Rückgang von 9,1 Prozent bei den Kursen für Erwachsene. Die Nachfrage nach Gruppenkursen sank um heftige 10,9 Prozent, einzig Einzellektionen konnten um 1,6 Prozent zulegen, berichtet die Japan Times. Die Anbieter von Sprachaufenthalten im Ausland mussten einen Rückgang von 13,9 Prozent hinnehmen, für den sie die Angst vor der Schweinegrippe verantwortlich machen. Im Übersetzungsmarkt ging der Umsatz ebenfalls um 4,2 Prozent zurück.
Englisch für Kinder als Lichtblick
Einziger Lichtblick für die japanischen Sprachschulen sind die Englischkurse für Kinder. 2011 wird in Japan der Englischunterricht in der 5. und 6. Klasse der Grundstufe obligatorisch. Als Folge davon steigt die Nachfrage nach Englischkursen für Kinder im Vorschulalter, weil die japanischen Mütter ihren Nachwuchs frühzeitig vorbereiten wollen. Auch der Bedarf an Englischlehrern für Kindergärten und Kinderkrippen nimmt zu und dürfte noch weiter steigen. Trotzdem sind die Aussichten für Japans Sprachschulmarkt alles andere als rosig.
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