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    Politiker beleidigt Koreaner


    Kenji Kosaki,  ein LDP-Politiker und ehemaliger Abgeordneter im Unterhaus, hat sich über die Wahlniederlage geärgert. Er hat sich so stark geärgert, dass er in einer Live-Sendung am Fernsehen mit einer unpassenden Äusserung für entrüstete Köpfe sorgte.

    Über die vernichtende Wahlniederlage der LDP bei den Unterhauswahlen, meinte der 63-jährige Politiker: «Du bist blöd, du bist ein ‹Chon›…oh Entschuldigung…ich meinte, du bist blöd wurde mir gesagt…»

    Das Wort «Chon» ist in Japan ein diskriminierender Begriff für einen Koreaner. Der Begriff wurde bis in die 1980er-Jahre hinein in einem abschätzigen Zusammenhang verwendet. Politisch inkorrekt, wird der beleidigende Ausdruck von den meisten Japanern heutzutage vermieden.

    Fernsehsprecher entschuldigt sich

    Kosaka, entschuldigte sich zwar noch im gleichen Satz für die Äusserung, doch für viele war dies bereits zu spät. Der Gastgeber der Talksendung bemühte sich kurz darauf noch einmal um eine Klärung der Sachlage: «Es war zwar ein von Herrn Kosaka persönlich verwendetes Wort, doch wir entschuldigen uns hiermit für den unangemessenen Ausdruck. Herr Kosaka hat sich ebenfalls noch einmal dafür entschuldigt.»

    Pikant ist, dass ausgerechnet Kenji Kosaka als Freund Koreas gilt. Er ist Mitglied einer Vereinigung von südkoreanischen und japanischen Parlamentariern, die das Ziel hat, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu vertiefen.

    Bereits auf Youtube

    Mit der Entschuldigung durch den  Fernsehsprecher wird die Angelegenheit für Kenji Kosakas wohl kaum gelöst sein. Kosakas Fauxpas hat sich jedenfalls  innert weniger Tagen rasant auf Youtube verbreitet.


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    Ein Kommentar zu “Politiker beleidigt Koreaner”

    1. Monoflow sagt:

      Kosaki ist sicher eines der Paradebeispiele für den typischen LDP-Politiker. Mit ein paar wenigen Ausnahmen (auf lokalpolitischer Ebene) sind die Mitglieder dieser Partei unglaublich selbstüberschätzend. Ob die DPJ nach dem Wahlerfolg das Richtige machen wird, um Japan wieder auf Vordermann zu bringen, sei dahingestellt. Aber immerhin ergibt sich jetzt die Chance, wieder das aus dem Land zu machen, was es in Wirklichkeit sein könnte – ein demokratisch geführtes, erfolgreiches und schönes Land.

      Ein Kompliment an Newsbento.ch – gut gemacht, sehr informativ.

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