14. Oktober 2009, 00:05 Uhr

Nordkorea testet Raketen und niemand regt sich auf

Nordkoreanische Propaganda

«Den amerikanischen Imperialismus unbarmherzig bestrafen!», fordert dieses Propaganda-Plakat. (flickr/oracle monkey)

Nordkorea hat am Montag 5 Kurzstreckenraketen ins Japanische Meer abgefeuert. Die Raketen vom Typ KN-02 hatten eine Reichweite zwischen 130 km und 160 km. Vor dem Test hatte Nordkorea die Gewässer vor seiner Ost- und Westküste für den Zeitraum zwischen dem 10. und dem 20. Oktober zum Sperrgebiet erklärt.

Militärische Routineübung oder diplomatisches Signal?

Südkoreanische Militär-Experten sagten, es sei möglich, dass die Raketentests im Rahmen einer Routineübung stattfanden. Andererseits könne nicht ausgeschlossen werden, dass Nordkorea durch die erneuten Raketentests die Aufmerksamkeit der Welt auf sich ziehen wolle. Am 4. Juli hatte Nordkorea zum letzten Mal Raketen abgefeuert, schreibt die Zeitung Korea Herald.

Erst letzte Woche hatte Kim Jong-il verlauten lassen, Nordkorea sei bereit, die Sechsparteiengespräche wieder aufzunehmen, wenn zuvor bilaterale Gespräche mit den USA zufriedenstellend verlaufen. Die USA haben sich in der Angelegenheit bisher noch nicht geäussert.

Die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton sagte, Amerika lasse sich durch den neuerlichen Raketentest Nordkoreas nicht von seinem Ziel abbringen, Nordkoreas Atomprogramm zu beenden. Die USA würden weiterhin mit ihren Partnern und Verbündeten im Rahmen der Sechsparteiengespräche auf dieses Ziel hinarbeiten.

Südkorea gibt sich zurückhaltend

Das Aussenministerium in Seoul sagte, der Raketentest verletze die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, gab sich ansonsten jedoch sehr zurückhaltend. Die südkoreanische Regierung veröffentlichte keine offizielle Stellungnahme, die den Abschuss der Raketen verurteilt.

Heute beginnen Nord- und Südkorea eine Gesprächsrunde über die Hochwasserregulierung des Flusses Imjin. Es soll verhindert werden, dass sich die Tragödie wiederholt, bei der Anfang September eine Flutwelle aus Nordkorea 6 Camper im südkoreanischen Flussabschnitt in den Tod riss (Newsbento berichtete).

Ein Sprecher des südkoreanischen Ministeriums für Wiedervereinigung, sagte, er sehe nach dem neuerlichen Raketentest kein Problem, die Gespräche wie vorgesehen durchzuführen.

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Ein Kommentar zu “Nordkorea testet Raketen und niemand regt sich auf”

  1. Name sagt:

    Diesen Beispiel sollten sie folge leisten und mit nicht Beachtung straffen. Viel mehr gibt es dazu nicht zu schreiben außer eben nichts zuschreiben!!!

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