Toyota geht nach Südkorea

Toyota will sich vom südkoreanischen Automarkt ein Stück abschneiden (flickr/Marketian)
Der weltgrösste Autohersteller Toyota bringt 4 seiner Modelle auf den südkoreanischen Markt. Toyota will den Eintritt in den Heimmarkt seines grössten Rivalen Hyundai jedoch nicht als direkte Konkurrenz verstanden wissen.
Nach Honda und Nissan wagt jetzt auch Toyota den Eintritt in den südkoreanischen Automarkt. Toyota ist seit 2001 mit der Tochtermarke Lexus in Südkorea präsent und auch unter dem Namen Toyota sind jetzt 4 Modelle erhältlich: Das Hybridfahrzeug Prius, ein SUV sowie der Camry in Hybrid- und Normalausführung. Als Verkaufsziel hat Toyota für dieses Jahr 500 Fahrzeuge pro Monat und für nächstes Jahr 700 Fahrzeuge pro Monat festgelegt. Unter der Marke Lexus verkaufte Toyota letztes Jahr 6065 Fahrzeuge in Südkorea, schreibt die Mainichi Shimbun.
Yukitoshi Funo, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Toyota, gab sich sehr viel Mühe, diesen Vorstoss in den koreanischen Markt nicht als Herausforderung des Rivalen Hyundai darzustellen. «Wir denken überhaupt nicht daran, mit unserem Geschäft hier auf den südkoreanischen Heimmarkt abzuzielen», sagte Funo. «Wir wollen nur als Hersteller von Importwagen tätig sein.»
Japans Autobauern bangt vor Hyundai
Auf den Weltmärkten konkurriert Hyundai mit Toyota und weiteren japanischen Herstellern. Hyundai und Kia bilden den fünftgrössten Autokonzern der Welt. Unter den japanischen Herstellern ist nur Toyota grösser. Dank qualitativ guten Produkten zu günstigen Preisen gelang es Hyundai in den letzten Jahren vor allem in den USA und in Schwellenländern, Marktanteile zu gewinnen; auch auf Kosten der japanischen Autohersteller. Diese sehen deshalb ihre grösste Herausforderung in dem Konkurrenten aus dem südkoreanischen Ulsan.
Umgekehrt ist der japanische Heimmarkt für koreanische Konkurrenz hart zu knacken. Dem Elektronikriesen Samsung gelang es, sich in einigen Märkten in den USA und in Europa gegenüber dem japanischen Konkurrenten Sony durchzusetzen. 2007 zog sich Samsung aber wegen fehlender Profitabilität aus dem japanischen Markt zurück. Und auch Hyundai ist auf dem japanischen Markt präsent, konnte jedoch in den ersten 9 Monaten dieses Jahres lediglich 634 Fahrzeuge absetzen.
Ähnliche Artikel:

![[Facebook]](http://www.newsbento.ch/wp-content/plugins/bookmarkify/facebook.png)
![[Twitter]](http://www.newsbento.ch/wp-content/plugins/bookmarkify/twitter.png)
![[Email]](http://www.newsbento.ch/wp-content/plugins/bookmarkify/email.png)


