China ist der grösste Schiffbauer der Welt

Schiffswerft von Hyundai Heavy Industries in Ulsan, Südkorea. (flickr/leojmelsrub)
Der schnell wachsende chinesische Schiffbau-Sektor hat diesen Monat erstmals die südkoreanischen Schiffbauer überholt. Südkoreas Schiffbauer ihrerseits hatten die japanische Kokurrenz im Februar 2000 überholt und im Weltmarkt in den letzten 10 Jahren eine beherrschende Stellung inne gehabt. Zusammen mit Halbleitern ist der Schiffbau Südkoreas wichtigste Exportindustrie.
Ende Oktober hatten die koreanischen Schiffbauer Aufträge in Höhe von 53,63 Millionen gewichtete Bruttoraumzahl, dem internationalen Standardmass für Schiffbauaufträge, in den Büchern stehen. Die chinesische Konkurrenz verbuchte Aufträge über 54,96 Millionen gewichtete Bruttoraumzahl und kam damit auf 34,7 Prozent Weltmarktanteil, knapp 1 Prozent mehr als Südkorea. Man erwartet, dass China noch dieses Jahr auch die Nummer 1 bei den Neuaufträgen wird, schreibt die Zeitung Dong-a Ilbo.
Unterschiedliche Segmente
Laut Experten geht die Entwicklung dahin, dass China den arbeitsintensiven Schiffbau mit geringer Wertschöpfung wie beispielsweise Fracht- oder einfache Containerschiffe übernimmt. Die südkoreanischen Schiffbauer haben beim Bau von Schiffen mit hoher Wertschöpfung wie etwa Flüssiggastanker nach wie vor einen Vorsprung. Die wachsende chinesische Konkurrenz zwingt die südkoreanischen Schiffbauer jedoch dazu, sich in Zukunft noch mehr auf die Produktion von Schiffen mit hoher Wertschöpfung zu konzentrieren
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