Die Fischerei geht ins Internet

Jeden Tag ein neuer Bericht: Ein Videoausschnitt zum Fischfang in der Präfektur Iwate.
Die lokale Fischerei in Japan leidet unter der alternden Bevölkerung und einem abnehmenden Interesse am Gewerbe. Gemäss dem Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei gab es 1998 in der Präfektur Iwate noch 12’443 Leute, die sich ihren Unterhalt mit dem Fischen verdienen konnten. 10 Jahre später ist diese Zahl auf 9’948 Erwerbstätige gesunken. 40 Prozent dieser Personen sind bereits über 60 Jahre alt.
Nun versucht der Fischereiverband der Stadt Ofunato in der Präfektur Iwate mit einer kreativen Internetaktion das Interesse am Gewerbe zu erhöhen und nebenbei den Verkauf anzukurbeln. Ausgerüstet mit einer Webkamera auf hoher See, berichten die Fischer über die Internetseite mit dem Namen «Sanrikutoretate» jeden Morgen live, wie sie ihrem Beruf nachgehen. Dabei unterhält sich auf dem Fischerboot jeweils ein Reporter mit dem Schiffskapitän über die Qualität des Fangs. Per SMS können sich die Zuschauer einschalten und Fragen stellen. «Damit senden wir den Zauber, den man sonst nur auf hoher See erleben kann, in die Welt hinaus», zeigt sich der Sprecher des Fischereiverbandes im Gespräch mit der Mainichi Shimbun begeistert.
Das Interesse am Beruf wecken
Zudem kann der frische Fisch gleich über die Internetseite bestellt werden. Die grösste Hoffnung sei aber, dass man durch das Internet den Fischereiberuf für junge Leute attraktiver machen könne: «Mit dieser Aktion möchten wir das Fischereigewerbe den Menschen näher bringen und das Interesse an unserem Beruf wecken», erklärt der Sprecher des Fischereiverbandes weiter.
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