27. November 2009, 00:31 Uhr

Die grosszügige Spende von Hatoyamas Mutter

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Neue Einblicke: Der Spendenskandal lässt den Premier nicht los. Foto: David Wiltschek

Der japanische Premierminister Yukio Hatoyama kommt zunehmend wegen eines Spendenskandals unter Druck (Newsbento berichtete). Wöchentlich sickern neue Erkenntnisse zur laufenden Untersuchungen an die Öffentlichkeit durch. Erst diese Woche berichtete die Yomiuri Shimbun, dass Hatoyamas Mutter Yasuko ihrem Sohn eine Spende in Höhe von rund 17’000 Dollar gemacht und nicht korrekt deklariert haben muss. Hatoyama selbst zeigte sich «überrascht» über diese Erkenntnis. Er hoffe jedoch, dass die Wahrheit ans Licht komme.

Yasuko Hatoyama ist die Tochter und Haupterbin von Shojiro Ishibashi, dem Gründer des Reifenherstellers Bridgestone und die Witwe von Iichiro Hatoyama, der von 1976 bis 1977 Aussenminister war. Bereits 1996 half sie ihren Söhnen Yukio und Kunio Hatoyama mit finanziellen Zuwendungen die Demokratische Partei Japans zu gründen, was ihr bis heute den Übernamen «die Patin» eingebracht hat. Positivere Stimmen bezeichnen den Hatoyama-Clan als «die Kennedys Japans».

Ein Mitarbeiter als Verantwortlicher?

Hatoyama gestand bereits im Juni Unregelmässigkeiten bei seinen Politspenden ein. Für die Verfehlungen macht Hatoyama aber nicht sich selbst, sondern einen früheren Mitarbeiter verantwortlich. Dieser soll eine Spendenliste mit den Namen von Verstorbenen sowie von Personen, die nie eine Spende machten, eingereicht haben. Chefkabinettssekretär Hirofumi Hirano stärkt seinem Chef derweil den Rücken: «Unser Premierminister hat sich beim Volk entschuldigt. Er beobachtet die Entwicklung und geht davon aus, dass er die Untersuchung unterstützen wird.»

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