9. Dezember 2009, 00:05 Uhr

Erneute Konjunkturspritze für Japans Wirtschaft

Yen

(flickr/boost.dependent)

Die japanische Regierung hat sich heute Dienstag auf ein 7,2 Billionen Yen (55 Mia. Euro) schweres Konjunkturpaket geeinigt. Die Massnahme soll verhindern, dass Japan wegen der anhaltenden Deflation und dem hohen Yen-Kurs in eine Rezession zurückfällt, berichtet Yahoo News Japan. Es wird erwartet, dass sich das japanische Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr 2010 wieder verlangsamt, weil dann ein Konjunkturprogramm der Vorgängerregierung in Höhe von 15,4 Billionen Yen (118 Mia. Euro) ausläuft.

Ökonomen blieben skeptisch, was die Wirkung des Konjunkturpakets in Höhe von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angeht, weil die japanische Wirtschaft stark von der Nachfrage auf den Exportmärkten abhängig ist. «Das hilft der Wirtschaft ein bisschen, ist aber noch weit davon entfernt, die fundamentalen Probleme anzugehen, die auf Japan zukommen, wie die Schwächen in der Weltwirtschaft und die Deflation», sagte Yasunari Ueno von Mizuho Securities.

Kleinere Reibereien

Das Paket hätte ursprünglich bereits am Freitag verabschiedet werden sollen. Die regierende Demokratische Partei Japans sah sich jedoch gezwungen, in letzter Minute zusätzlich 100 Milliarden Yen für Lokalregierungen hinzuzufügen, um ihren Koalitionspartner Shizuka Kamei von der Neuen Volkspartei zufrieden zu stellen.

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