9. Dezember 2009, 00:03 Uhr

Obamas Mann in Pjongjang

Pjongjang Panorama

Panoramablick auf Pjongjang. (flickr/zerega)

Stephen Bosworth, der Sondergesandte für Nordkorea der Regierung Obama, ist in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjongjang eingetroffen. Bosworths Besuch markiert das erste Mal, dass unter der Regierung von Präsident Obama offiziell direkte Gespräche zwischen einem ranghohen amerikanischen Diplomaten und dem nordkoreanischen Regime stattfinden. Erklärtes Ziel der Delegation ist es, Nordkorea zu einer Rückkehr zu den 6-Parteiengesprächen zu bewegen.

Laut der Zeitung JoongAng Ilbo wollen die USA herausfinden, ob Nordkorea tatsächlich bereit ist, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. «Dies soll kein länger dauernder bilateraler Dialog werden», sagte ein anonymer US-Beamter. «Bosworth überbringt keine zusätzlichen Anreize. Wir haben nicht vor, Nordkorea dafür zu belohnen, dass sie zu etwas zurückkehren, das sie bereits früher verprochen hatten.»

Ehemaliger Botschafter in Südkorea

Von 1995 bis 1997 war Bosworth Direktor der Korean Peninsula Energy Development Organization, deren Aufgabe es war, im Gegenzug für die Einstellung der Entwicklung an der Nuklearanlage von Yongbyon in Nordkorea einen Leichtwasserreaktor zu errichten. Zwischen 1997 und 2001 war er der amerikanische Botschafter in Südkorea.

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