Südkorea exportiert Atomkraftwerke
Ein südkoreanisches Konsortium hat von den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Grossauftrag zum Bau von 4 Atomkraftwerken erhalten. Das Konsortium um die Korea Electric Power Corp. setzte sich gegen ein Konsortium um die französische Areva und den amerikanischen Konzern General Electrics durch. Der Auftrag in Höhe von 14 Milliarden Euro umfasst den Bau von 4 1400-Watt-AKWs, die bis 2020 ans Netz gehen sollen.
Mit dem Vertragsabschluss wird Südkorea nach den USA, Frankreich, Russland, Kanada und Japan zum sechsten Land, das kommerzielle Atomkraftwerke exportiert. Obwohl das Land erst im Jahr 1978 mit der Produktion von Atomstrom begann, verfügt es heute über die sechstgrösste nukleare Stromproduktionskapazität. 20 AKWs decken ca. 40 Prozent seines Strombedarfs und 8 weitere Meiler sind in Planung.
AKWs als Exportprodukt
Südkorea will seine kommerzielle Atomtechnologie offenbar in weitere Märkte exportieren. Der Vize-Wrtschaftsminister Kim Young-hak sagte, man wolle auch in den europäischen Markt vordringen, in welchem Frankreich eine dominierende Stellung inne hat. Ausserdem hat Südkorea uch China und Indien im Auge, die planen mehr als 100 respektive 50 Atomkraftwerke zu bauen, um ihre Abhängigkeit von fossilen Energiequellen zu reduzieren.
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