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    Freispruch nach 36 Jahren

    Masaki Tachikawa ist nach dem Freispruch sichtlich gerührt.

    Nach 36 Jahren ist ein japanischer Reporter vom Bezirksgericht Seoul vom Vorwurf nordkoreanische Spionageaktivitäten finanziert zu haben freigesprochen worden. Masaki Tachikawa hatte 1974 einen im politischen Widerstand gegen die südkoreanische Militärdiktatur aktiven Studenten interviewt und ihm 7500 Won (45 Euro) gegeben.

    Tachikawa wurde verhaftet und wegen Anstiftung zu innerer Unruhe und Spionage für Nordkorea von einem südkoreanischen Militärgericht zu 20 Jahren Haft verurteilt. Tachikawa konnte zwar nach 10 Monaten Haft nach Japan zurückkehren, wurde jedoch für 10 Jahre des Landes verwiesen.

    Nach Ablauf des Einreiseverbots kehrte Tachikawa, der heute in New York lebt, immer wieder nach Südkorea zurück. Nach seinem Freispruch sagte Tachikawa, er habe zwar schlechte Erfahrungen gemacht, empfinde aber Respekt für den tiefen Glauben des südkoreanischen Volkes an die Demokratisierung.


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