Japan lobbyiert gegen Thunfisch-Handelsverbot
Die japanische Regierung ist besorgt, weil das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) den Vorschlag Monacos zur Annahme empfohlen hat, den Handel mit atlantischem Blauflossen-Thunfisch zu verbieten. Japan ist weltweit der grösste Verbraucher von Blauflossen-Thunfisch (auch Roter Thun genannt, Thunnus thynnus) und wird versuchen, die Vorlage am nächsten CITES-Kongress Mitte März in Katar zu Fall zu bringen, berichtet die Yomiuri Shimbun.
Im vergangenen November hatte die Internationale Kommission für den Erhalt des Thunfischs im Atlantik (ICCAT) die Fangquote für den atlantischen Blauflossen-Thunfisch im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent gesenkt (Newsbento berichtete).
Japans Fischereiministerium auf diplomatischer Mission
Japan war deshalb davon ausgegangen, dass eine Mehrheit der 49 ICCAT-Mitgliedstaaten ein Handelsverbot nicht unterstützt und der Vorschlag Monacos die notwendige Zweidrittelmehrheit verfehlen würde. Italien, Frankreich und Ägypten, welche der ICCAT angehören, haben sich jedoch für ein Handelsverbot ausgesprochen und in der EU wächst die Unterstützung für den monegassischen Vorschlag.
Das japanische Landwirtschafts- und Fischereiministerium plant nun, eine hochrangige 10-köpfige Delegation in afrikanische und lateinamerikanische Staaten zu entsenden, um Unterstützung gegen die Vorlage zu suchen. Der zuständige Minister Hirotaka Akamatsu sagte an einer Pressekonferenz, man werde um jede einzelne Stimme kämpfen.
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