Asiens stärkste Fussball-Liga

Volles Haus: Die Urawa Red Diamonds aus Saitama verfügen über die grösste Fanbasis. (flickr/dontthink.feel)
Die Profifussball-Liga J-League geniesst 18 Jahre nach ihrer Gründung grosse Beliebtheit. Die Liga ist zu einem Magnet für internationale Spieler geworden und verfügt dank der WM 2002 über modernste Arenen. So zog das Spitzenspiel zwischen den Kashima Antlers und den Urawa Reds 35’000 Menschen ins Stadion. Vorbei sind die Zeiten als die J-League Stars wie Gary Lineker, Zico oder Michael Laudrup zur Attraktivitätssteigerung brauchten.
19’000 Zuschauer besuchen im Durchschnitt die Partien der J-League. Das ist ein Wert, der sich selbst im Vergleich mit europäischen Ligen sehen lässt. So liegt die J-League in dieser Beziehung gleichauf mit den holländischen und französischen Topligen. Selbst die renommierte italienische Serie A mit durchschnittlich 24’652 Zuschauern ist in Reichweite.
Insgesamt 9,2 Millionen Zuschauer haben die Spiele der beiden professionellen Divisionen der J-League besucht. Laut ihrem Präsidenten Kenji Onitake soll die japanische Profiliga weiter wachsen: «Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis wir die Marke von 10 Millionen Zuschauern überschreiten werden», erklärt er gegenüber dem Fussballmagazin Goal.com.
Die Rückkehr der japanischen Stars
Die Vorfreude auf die kommende Weltmeisterschaft in Südafrika wird dabei sicherlich helfen. Zudem sind mit Shunsuke Nakamura, Junichi Inamoto oder Shinji Ono ein paar grosse japanische Fussballsöldner aus Europa in die heimische Liga zurückgekehrt, um die notwendige Spielpraxis für die WM zu bekommen.
«Ich hoffe, dass die Rückkehr dieser Stars die J-League noch attraktiver machen wird», sagt Mitsuo Ogasawara von der Kashima Antlers. Ogasawara wurde 2009 zum besten Spieler der Liga gekürt. 2006 spielte er kurz beim FC Messina in der italienischen Serie A. Die Kashima Antlers aus der Stadt Kashima in der Präfektur Ibaraki haben die letzten 3 Meisterschaften für sich entschieden und sind mit insgesamt 7 Titeln Rekordmeister.
Technisch beschlagen und spektakulär
Für Präsident Onitake sind die Spieler das Herzstück für den Erfolg der Liga: «Wir haben verschiedene Ideen für die Zukunft, doch letztendlich hängt alles vom Einsatz unserer Spieler ab.» Um in Asien und auf der Welt erfolgreich zu sein, müsse die J-League jedoch noch konkurrenzbetonter werden, erklärt Onitake weiter.
Heute verfügt die Liga mit Yasuhito Endo oder Kengo Nakamura technisch beschlagene japanische Mittelfeldspieler. Im Sturm gleichen internationale Stars die noch fehlende Durchschlagskraft aus. So sorgen Nordkoreas Stürmer Jong Tae-se, Südkoreas Lee Keun-ho der Australier Josh Kennedy oder der Brasilianer Marquinhos für spektakuläre Tore.
Südkorea mag zwar über die älteste asiatische Profiliga, Saudi-Arabien und Katar über viel Geld und einige ausländische Stars verfügen, doch die japanische J-League ist die Meisterschaft, die mit den nachhaltigsten Grundvoraussetzungen für die Zukunft ausgestattet ist.
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