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    Japan ignoriert Thunfisch-Handelsverbot

    Thunfisch- und Lachs-Sushi. (flickr/Viewoftheworld)

    Japan hat angekündigt, sich nicht an ein immer wahrscheinlicher werdendes Handelsverbot für Thunfisch halten zu wollen. Vom 13. bis 25. März findet in Doha, der Hauptstadt von Katar, ein Kongress über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (CITES) statt, an dem über ein Thunfisch-Handelsverbot entschieden wird.

    Am vergangenen Mittwoch haben die USA sich für eine Handelssperre zur Erhaltung der rapide schwindenden Thunfisch-Bestände ausgesprochen. Ausserdem hat der Antrag die Unterstützung zahlreicher europäischer Staaten wie Monaco, Grossbritannien und Deutschland. Japan hingegen, wo Dreiviertel des weltweiten Thunfischfangertrages konsumiert werden, will das Verbot ignorieren. Weitere Länder wie Kanada, China, Spanien, Griechenland und Malta lehnen ein Handelsverbot ebenfalls ab. Letztere drei verfügen alle über eine bedeutende Thunfischindustrie.

    Japan darf weiterhin mit Thunfisch handeln

    Gemäss Masahiko Yamada, dem Vizeminister für Fischerei, «wird für Japan die Situation schwieriger». Sollte das Handelsverbot angenommen werden, so würde Japan Vorbehalt erheben und wäre somit nicht an des Verbot gebunden. Mitgliedstaaten, die Vorbehalt erheben, dürfen mit Nationen, die sich dem Verbot nicht anschliessen, weiterhin mit Thunfisch handeln.

    Japan erachtet ein Handelsverbot als «zu drastische Massnahme» und ist an einer Alternativlösung interessiert, um den Fischfang «nachhaltiger» zu machen. So hat Japan vergangenen November die Kürzung der Fangquote um 40% durch die Internationale Kommission für die Erhaltung der Thunfischbestände im Atlantik (ICCAT) unterstützt. Allerdings ging es bei der Senkung der Fangquote auch darum, ein generelles Handelsverbot, wie es jetzt zur Diskussion steht, zu verhindern (Newsbento berichtete).

    Damit ein Handelsverbot eingeführt werden kann, bedarf es der Unterstützung von Zweidritteln der 175 Nationen des CITES.


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