19. Juli 2010, 00:03 Uhr

Eine angekündigte Flutwelle aus Nordkorea

Der Fluss Imjin in der Entmilitarisierten Zone (flickr/titicat)

Nordkorea hat Südkorea vor einer Wasserablassung in den Fluss Imjin gewarnt, wenn die schweren Regenfälle weiter anhalten. Wenn der Regen bis Sonntagabend 20 Uhr anhalte, werde es unvermeidlich, Wasser in den Fluss abzulassen, welcher von Nordkorea nach Südkorea fliesst, teilte Nordkorea über eine militärische Telefonlinie mit. Die südkoreanische Regierung begann unverzüglich damit, Campingplätze am Imjin zu evakuieren.

Unsichere Staudämme als Bedrohung

Im August 2009 hatte Nordkorea ohne Vorwarnung 40 Millionen Tonnen Wasser in den Imjin abgelassen. 6 südkoreanische Camper kamen in den Fluten ums Leben. Experten interpetieren die Vorwarnung als ein Abrücken Nordkoreas von dem seit dem Fall des versenkten Marineschiffs Cheonan eingeschlagenen Konfrontationskures.

In Nordkorea gibt es nahe der Grenze zu Südkorea eine Reihe kleinerer und grösserer Staudämme. Diese sind berüchtigt für ihre schlechte Bauqualität und Anfälligkeit für Überschwemmungen. Südorea errichtete am Fluss Bukhan eigens einen «Friedensdamm», um eine Flutkatastrophe zu verhindern, falls auf nordkoreanischer Seite der Imnam-Staudamm bersten sollte.

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